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A mass for peace

Projektträger: Mozartchor Augsburg e.V.
Kategorie: Friedenskonzert
Fördersumme: 2.000,-€
Homepage des Projektträgers: http://mozartchor.de/ 

Für die Friedensstadt Augsburg hat der Leiter des Mozartchors, Daniel Böhm, eine Augsburger Fassung von Karl Jenkins‘ Werk „The Armed Man: A Mass for Peace“ geschrieben. Dieses Stück wurde in St. Ulrich am 30. April 2017 zum ersten Mal als Friedensmesse aufgeführt.

Böhm hatte die Idee dazu anlässlich der Flüchtlingskrise. Jenkins‘ Kreation erschien ihm wie ein Mahnruf in diese Zeit hinein. Die „Mass for Peace“ sollte ja als Aufruf zum interreligiösen Dialog zwischen Muslimen, Juden und Christen verstanden werden – und als Antikriegsstück. Böhm hob nun stärker den Dialog der Religionen hervor.

„Ich wollte das Stück auf eine Ebene führen, wo die Weltreligionen gleichberechtigt auftreten“, so der Chorleiter.

Aufgrund dessen fügte er einige Erweiterungen zu dem Stück an. Zum einen wurde der jüdische Glaube mehr in den Vordergrund gerückt und durch den israelischen Sänger und Augsburger Kantor Yoed Sorek solistisch gewürdigt. Zum anderen wurde das Christentum durch Luthers Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ akzentuiert. Außerdem wurde Lessings Ringparabel als Modell für Toleranz rezitiert. Des Weiteren fügte Böhm als Reflex auf den ersten Weltkrieg das „Chanson de Craonne“ ein, das Lied kriegsmüder französischer Soldaten. Nicht zuletzt sind am Projekt türkische Chorsänger beteiligt.

Daniel Böhm versprach „eine für den Zuschauer emotional aufwühlende, aber auch nachdenklich machende Verbindung“.

Ziel des Projekts war einerseits die Integration auf persönlicher Ebene zwischen Musiker*innen aus Chören und Orchestermitgliedern aus unterschiedlichen Kulturkreisen mit und ohne Migrationshintergrund, aber auch andererseits die Förderung des Verständnisses für unterschiedliche Religionen in der Stadtgesellschaft.